5 Fragen an... Tobias Pichotka

5 Fragen an... Tobias Pichotka

5 Fragen an... Tobias Pichotka

# 5 Fragen an

5 Fragen an... Tobias Pichotka

Wenn Tobias Pichotka (46 Jahre) in die U-Bahn einsteigt, sitzen viele Laatzener Kirchgänger noch am sonntäglichen Frühstückstisch. Der Hannoveraner sorgt als Küster dafür, dass die Gottesdienste in Alt-Laatzen und Grasdorf gut vorbereitet sind, läutet die Glocken, zündet Kerzen an, verteilt Gesangbücher und hat für viele ein freundliches Wort am Rand. Tobias Pichotka trägt dazu bei, dass Menschen in der Alten Kapelle, der Immanuelkirche oder St. Marien in Grasdorf gut ankommen können – und manchmal auch ein Stück bei sich selbst.


1. Welches Lied begleitet Sie in Ihrem Leben?

Ein ständiger Begleiter in meinem Leben ist seit Jahren das Lied „Komm, Herr, segne uns!“. Es gibt mir Kraft und Zuversicht auch in schwierigen und anstrengenden Momenten bei der Arbeit und im Privatleben.

 

2. Wo in Laatzen finden Sie Ihre kleine Auszeit?

Eine Auszeit nach der Arbeit, besonders nach meinem Einsatz in Grasdorf, finde ich an der nahen Leine. Hier setze ich mich im Sommer gern auf eine der Bänke und nehme mir einen Moment des Innehaltens und lasse den Blick über das Wasser in die Ferne schweifen.

 

3. Wann haben Sie zuletzt gedacht: Dafür lohnt sich mein Engagement?

Als Küster ist mir wichtig, dass unsere Kirchen und Kapellen in einem einladenden Zustand sind. Denn sie sind den vielen Menschen, die sie besuchen, Orte des Innehaltens, Krafttankens und der Ruhe in unserer hektischen Welt.

 

4. Wofür sollte es mehr Raum geben – hier in Laatzen oder in unseren Kirchen?

Ich wünsche mir von Herzen, dass es in unseren Kirchen mehr Gottesdienste und Andachten in freierer und zeitgemäßer Form gibt, in denen wir Menschen mit all unseren Facetten eine größere Rolle spielen. Mir fehlt oft die Ansprache an jüngere und freier glaubende Christen. Der Fokus liegt mir viel zu sehr auf der Generation 70+. Mit der Aussage „Das haben wir aber immer so gemacht!“ bringen wir uns um die Chance, auch für jüngere Christen, zu denen ich mich mit 46 auch noch zähle, attraktive Gottesdienste und Andachten anzubieten.

 

5. Glaube ist für mich… Wie würden Sie den Satz für sich beenden?

Glaube ist für mich gelebte Gemeinschaft mit viel Gesang im Gottesdienst in unseren Kirchen sowie die immerwährende Liebe Gottes, die mich so annimmt, wie ich bin – ohne Einschränkung.


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